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MERICS Podcast

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MERICS-Analysen zum Anhören: Das bietet der Podcast von MERICS. Wissenschaftler des MERICS besprechen und analysieren Entwicklungen und Ereignisse in China. Wie ist Chinas Haltung bei den internationalen Klimaverhandlungen einzuordnen? Wie macht sich die chinesische Regierung soziale Medien zunutze? In welchem Zustand befindet sich das politische System der Volksrepublik? In etwa zehnminütigen Interviews geht es um aktuelle und brisante Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Volksrepublik. Auch andere China-Experten sind regelmäßig bei MERICS-Experts zu Gast.

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Clas Neumann: „Die digitale Zukunft wird in China geschrieben“ (MERICS Experts #36 / 14. Juni 2017)

Mobile, bargeldlose Bezahlsysteme wie Alipay gehören in China längst zum Alltag. „Ich brauche in Shanghai kein Bargeld mehr“, sagt Clas Neumann, der sogar seinen Kindern ihr Taschengeld per App zahlt. Beim Software-Hersteller SAP leitet Neumann die Abteilung „Schnell wachsende Märkte“ und die SAP-Labs, die weltweiten Innovationslabore. Seit fünf Jahren lebt er in Shanghai.  Im digitalen Bereich hätten einige chinesische Unternehmen Weltspitze erreicht, beobachtet Neumann. „Ein großer Teil der digitalen Zukunft der Welt wird in China geschrieben.“ Clas Neumann im neuen Merics Experts Podcast.

Isabel Hilton: Die Zivilgesellschaft spielt immer noch eine große Rolle" (MERICS Experts #35 / 30. Mai 2017)

In China haben Nichtregierungsorganisationen (NGO) und unabhängige Journalisten viel dazu beigetragen, Umweltprobleme aufzuzeigen und das Bewusstsein für die Folgen der massiven  Umweltverschmutzung zu schärfen. Unter der Führung von Xi Jinping ist es für NGOs allerdings deutlich schwieriger geworden – das politische Klima hat sich verändert. Ein neues Gesetz schränkt zudem die Arbeit ausländischer NGOs deutlich ein. Doch Isabel Hilton, Chef-Redakteurin der Website „China Dialogue“, bleibt optimistisch: Die Zivilgesellschaft spiele immer noch eine große Rolle, sagt sie. Im neuen MERICS Experts Podcast spricht sie über NGOs und ihre eigene Arbeit in China und erläutert, wo es immer noch Freiräume gibt.

Mirjam Meissner über Chinas gesellschaftliches Bonitätssystem: Big Data, Apps und staatliche Steuerung  (MERICS Experts #34 / 24. Mai 2017)

China arbeitet mit Hochdruck am Aufbau eines umfassenden gesellschaftlichen Bonitätssystems. Damit soll das Verhalten von Unternehmen wie auch von Einzelpersonen erfasst und gesteuert werden. Für dieses „Social Credit System“ sammeln IT-Unternehmen und Behörden umfangreiche Daten über Bürger und Firmen und erstellen mithilfe von Algorithmen Bewertungen, die Einfluss auf das ganz alltägliche Leben haben können. Noch ist das System im Aufbau, aber für jeden einzelnen wie auch für in China tätige Unternehmen wird es weitreichende Folgen haben. Mirjam Meissner, Leiterin des Forschungsbereichs Wirtschaft und Technologie am MERICS, spricht in diesem Podcast über Big Data, Verhaltenssteuerung und IT-gestützten Autoritarismus.

Nationalismus und der ideologische Kampf um Chinas Zukunft (MERICS Experts #33 / 28. Februar 2017) (Englisch)

Die offiziellen Medien in China kritisieren gerne „feindliche ausländische Kräfte“ und „westliche Werte“, die das Land zu unterwandern drohten. Auch westliche Institutionen geraten in den Fokus der Kritik. Aber fallen diese Argumente auf fruchtbaren Boden? Gibt es in China einen wachsenden anti-westlichen Nationalismus? Darüber diskutierten am 22. Februar die China-Experten  Susan Shirk, Orville Schell und David Bandurski beim MERICS „China Dispute“ vor rund 100 Gästen in Berlin. Nationalismus sei für die Regierung ein praktisches Mittel, um sich die Unterstützung der Bevölkerung zu sichern, so das Fazit der Runde, aber liberale Stimmen seien trotz Zensur nicht verschwunden. Hören Sie eine gekürzte Version der Debatte unter Leitung von MERICS-Forscherin Kristin-Shi-Kupfer im neuen Merics Experts Podcast.

James Kynge über die Neue Seidenstraße und den "China-Traum" (MERICS Experts #32 / 22. Februar 2017) (Englisch)

Die „neue Seidenstraße“ ist seit 2013 das große Globalisierungsprojekt von Chinas Staatspräsident Xi Jinping. 900 Milliarden Dollar hat seine Regierung zugesagt, um die Handels- und Transportinfrastruktur von China nach Zentralasien, Südasien, Europa und Afrika auszubauen. Für Chinas Staatsfirmen sollen lukrative Verträge rausspringen und neue Absatzmärkte erschlossen werden, sagt James Kynge, langjähriger Leiter des Financial-Times-Büros in Peking. Doch seine Bestandsaufnahme der ersten Projekte fällt ernüchternd aus: Ihr wirtschaftliche Nutzen sei nicht immer zu erkennen und oft  mit geostrategischen Absichten vermengt, sagt Kynge im neuen Merics Experts Podcast.  

Das 2013 gegründete Mercator Institute for China Studies (MERICS)mit Sitz in Berlin ist weltweit eines der größten Institute der gegenwartsbezogenen und praxisorientierten China-Forschung. MERICS ist eine Initiative der Stiftung Mercator.

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