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Als der chinesische Staats- und Parteichef Xi Jinping im Herbst 2013 erstmals seine Pläne für eine „neue Seidenstraße“ bekannt gab, wirkte das Konzept vage und seine Bedeutung war schwer einschätzbar. Während sich westliche Beobachter nach wie vor um eine Interpretation der Belt and Road Initiative (BRI) bemühen, schafft China neue Realitäten. Im Rahmen der Seidenstraßeninitiative hat das Land in den letzten fünf Jahren mehr als 25 Milliarden US-Dollar in Infrastrukturprojekte investiert. Zahlreiche Projekte, die sich noch in der Bau- oder Planungsphase befinden, sind von dieser Summe ausgenommen.

Es ist deutlich geworden, dass China mit der BRI größere Ziele verfolgt als den Ausbau von Handelsrouten, die Sicherung seiner Energiezufuhr und den Abbau industrieller Überkapazitäten durch die Erschließung neuer Exportegebiete. Die Seidenstraße ist wesentlicher Bestandteil von Xi Jinpings neuer Außenpolitik, mit der er den Einfluss Chinas in den Nachbarregionen und darüber hinaus ausbauen will.

Der MERICS Belt and Road Tracker basiert auf einer umfangreichen Datensammlung von Seidenstraßenprojekten. Er bietet fundierte Analysen zu Entwicklungen und Trends. Zur Visualisierung des Projekts wird eine Sammlung von regionalen und thematischen Karten zu Verfügung gestellt, die Umfang, Fortschritt und Rückschläge der BRI dokumentieren.

Der verantwortliche Wissenschaftler für das Projekt ist Thomas S. Eder, wissenschaftlicher Mitarbeiter am MERICS.


 

 

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