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Werben für Vertrauen in Beijing Deutsch-chinesische Konferenz

2.-3. November 2016, Beijing

Über die Rolle Chinas in der Welt, Konflikte im asiatisch-pazifischen Raum und die Nordkorea-Krise haben in Beijing mehr als 50 Vertreter verschiedener Staaten beraten. Auf Einladung der Münchner Sicherheitskonferenz und des Chinese People's Institute of Foreign Affairs reisten unter anderem Politiker und Experten aus den USA, aus Russland, Japan, Vietnam und anderen Nachbarstaaten Chinas zum MSC Core Group Meeting, das am Donnerstag zu Ende ging.

MERICS war akademischer Partner des Treffens. Institutsdirektor Prof. Dr. Sebastian Heilmann moderierte in der Großen Halle des Volkes eine Diskussion über die sogenannte Seidenstraßen-Initiative, an der auch der Präsident der von Beijing ins Leben gerufenen Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank AIIB, Jin Liqun, teilnahm.

Bei den Diskussionen des Core Group Meetings traten besonders bei Konfliktthemen wie dem Territorialstreit im Südchinesischen Meer oder dem Umgang mit Nordkorea große Meinungsverschiedenheiten zu Tage.

Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, zeigte sich dennoch zufrieden. „Diese Treffen sind nicht dazu da, bindende Beschlüsse zu fällen", sagte er vor Journalisten. Lösungen für schwierige Probleme müssten für alle beteiligten Seiten Nutzen bringen und seien nur mit diplomatischer Geduld zu erzielen. „Es braucht vor allem zwei Dinge: Vertrauen und den Willen zum Kompromiss."

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