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MERICS China Monitor Nr. 42

Financial instability in China

Possible pathways and their likelihood

Der gefährlich hohe Schuldenstand in China hat Sorgen über eine nahende Finanzkrise ausgelöst. Bis jetzt ist das Risiko einer plötzlichen Marktpanik dadurch begrenzt, dass die Kommunistische Partei nahezu alle Bereiche des Finanzsystems kontrolliert. Die mittel- und langfristigen Gefahren im chinesischen Finanzsektor sollten jedoch nicht unterschätzt werden.

In diesem China Monitor, „Financial instability in China: possible pathways and their likelihood“, untersucht Victor Shih, Professor für politische Ökonomie an der Universität San Diego und ehemaliger Visiting Fellow am MERICS, vier mögliche Szenarien, die in China zu einer Finanzkrise führen könnten: Insolvenzen privater Haushalte, Panik im Schattenbanksektor, Kapitalflucht und eine plötzliches Ausbleiben von internationalen Krediten.

Trotz des enormen Schuldenstands hält Shih es für unwahrscheinlich, dass in den nächsten fünf Jahren interne Faktoren eine Finanzkrise auslösen. Das größere Risiko gehe von einer Kombination aus Kapitalflucht und plötzlichen Kreditrückforderungen internationaler Geldgeber aus. Chinas größte Verwundbarkeit liege in den schrumpfenden Devisenreserven und steigender Auslandsverschuldung. 

Diese Faktoren könnten zu einer massiven Abwertung des Yuan, Zahlungsausfällen und zu einem dramatischen Preisverfall chinesischer Vermögenswerte führen.

Hier können sie den China Monitor, „Financial instability in China: possible pathways and their likelihood“ herunterladen.

Der Autor

Das 2013 gegründete Mercator Institute for China Studies (MERICS)mit Sitz in Berlin ist weltweit eines der größten Institute der gegenwartsbezogenen und praxisorientierten China-Forschung. MERICS ist eine Initiative der Stiftung Mercator.

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