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MERICS Economic Indicators Q3/2018

Growth comes under pressure even before trade war strikes

Chinas schwächelnde Wirtschaft verunsichert internationale Investoren. Die neueste Ausgabe der MERICS Economic Indicators zeigt, dass eine erhebliche Verschlechterung der Lage erst noch bevorstehen könnte. Das verlangsamte Wachstum im dritten Quartal dieses Jahres hatte vor allem innenpolitische Ursachen. Durch den Handelskrieg mit den USA könnte das vierte Quartal noch sehr viel ungemütlicher werden.
 
Die MERICS-Wirtschaftsexperten Max J. Zenglein und Maximilian Kärnfelt argumentieren, dass Beijing noch genügend Spielraum für die Lockerung seiner Währungs- und Finanzpolitik bleibt, um das Wachstumsziel von 6,5 Prozent in diesem Jahr zu erreichen. Die Autoren warnen jedoch auch, dass Konjunkturspritzen den Bemühungen um eine Verringerung der Schuldenlast zuwiderlaufen. Auf Dauer sei so ein Vorgehen nicht nachhaltig.
 
Trotz vieler Unsicherheiten erleben einige Sektoren weiterhin einen Aufschwung. Der Dienstleistungsbereich gewinnt als Wachstumstreiber weiter an Bedeutung. Im Schwerpunktthema dieser Ausgabe untersucht Anna Holzmann die staatlich gelenkte Entwicklung der überaus erfolgreichen und international zunehmend wettbewerbsfähigen chinesischen Batterieindustrie für Elektro-Fahrzeuge.

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