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23. August 2019

Seit dem 9. Juni gehen in Hongkong immer wieder Hunderttausende Menschen auf die Straße. Am vergangenen Wochenende waren es 1,7 Millionen Demonstranten aus allen Teilen der Gesellschaft. Peking schwankt in seiner Haltung zwischen Hilflosigkeit und Drohgebärden. Dazu zählt auch, dass sich der Ton gegenüber ausländischen Unternehmen verschärft hat. Die chinesische Führung versucht auf diese Weise, Mitarbeiter von weiteren Demonstrationen abzuhalten. 

Kerstin Lohse-Friedrich spricht mit Max Zenglein, Leiter des Programms Wirtschaft am MERICS, über die Folgen der aktuellen Entwicklungen in Hongkong für den Finanzplatz. Es sei irreparabler Schaden entstanden, warnt Max Zenglein und verweist exemplarisch auf den Umgang Chinas mit Unternehmen wie Cathay Pacific. Die zunehmende Politisierung der Wirtschaft sende ein Signal weiter über Hongkong hinaus. Chinesische Unternehmen würden unter der wachsenden Bedeutungslosigkeit Hongkongs als globaler Finanzplatz weit mehr leiden als ausländische, prophezeit Zenglein.