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Vortragsveranstaltung bei IISS in London

2015 verabschiedete der Staatspräsident Xi Jinping eine umfassende Reform zu Chinas Streitkräften. Die Neureglung hatte das Ziel, die Volksbefreiungsarmee (VBA) in eine Armee von Weltrang zu verwandeln. Veränderungen der Truppenstruktur wurden beschlossen, ebenso wie die Einführung von fünf Kommandobereichen und ein Fokus auf die Modernisierung und Informatisierung der VBA. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Bemühungen ist die Stärkung der Machtposition der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) und vor allem von Xi selbst. Auch auf dem 19. Parteitag im Oktober 2017 wurden weitere Grundlagen gelegt, Xis Einfluss auf die PLA zu stärken. 

Welche Veränderungen zeigten sich während und nach dem 19. Parteitag? Wie wirken sich diese auf Xis Bemühungen aus, seine Macht über die VBA zu stärken? Welche Schlussfolgerungen können über Chinas strategische Fähigkeiten und Ambitionen gezogen werden? Diese Fragen behandelte Helena Legarda, wissenschaftliche Mitarbeiterin am MERICS, in einem Vortrag am Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS) am 8. Februar in London. Den Vorsitz der Diskussion übernahm Meia Nouwens, Research Fellow für chinesische Verteidigungspolitik und militärische Modernisierung am IISS. 

Legarda gab einen Einblick in ihre Forschung zu wichtigen sicherheitspolitischen Trends in China im letzten Halbjahr 2017. Sie sprach insbesondere über die praktischen Auswirkungen von Struktur- und Führungsänderungen in der Zentralen Militärkommission der KPC.

Meia Nouwens und Helena Legarda