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Strategien für die Zusammenarbeit zwischen China und Europa

Bereits zum dritten Mal fand vom 25. bis 28. April 2017 in Berlin das „MERICS European China Talent Program“ statt. MERICS versammelte 15 junge China-Experten mit unterschiedlichen akademischen Hintergründen aus elf verschiedenen europäischen Ländern, um sich in einem dreitägigen Workshop mit dem Thema „Strategien für die Zusammenarbeit zwischen China und Europa in Zeiten politischer Fragmentation“ im gegenwärtigen China auseinanderzusetzen. Koordinator war Bertram Lang, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei MERICS.

Die Teilnehmer diskutierten die Beziehungen zwischen China und Europa mit Experten und Entscheidungsträgern aus den Bereichen Politik, Business und Zivilgesellschaft. In vier unterschiedlichen Gruppen entwickelten sie Vorschläge für politische Strategien in folgenden Bereichen:

  • Partnerschaft für eine nachhaltige Entwicklung: EU-chinesische Zusammenarbeit im Bereich Energie und Umwelt neu denken
  • Zum beiderseitigen Vorteil? Polizei- und Justizzusammenarbeit als neue Dimension der EU-China-Politik
  • Die Rolle der EU in der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank: Von innen auf China einwirken
  • Chinesische Investitionen in Europa: Wissen ist Macht

Zur Veranstaltung gehörten auch Gespräche mit Experten:

  • Sektion Wirtschaft: Kann China Stabilitätsanker für europäische Unternehmen sein? Mit Friedolin Strack (Abteilungsleiter Internationale Märkte beim BDI) und Ferdinand Schaff (Senior Advisor Greater China, Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft)
  • Sektion Gesellschaft: Gesellschaftlicher Austausch zwischen Europa und China im Schatten neuer chinesischer Sicherheitsgesetze. Mit Isabel Hilton (Chefredakteurin von China Dialogue), Andreas Fulda (Professor an der University of Nottingham) und Jessica Batke (Redakteurin bei ChinaFile)
  • Sektion Diplomatie: EU-Interessen gegenüber China verteidigen - in Zeiten der politischen Fragmentation. Austausch mit Vertretern des Ostasien-Referats und des Planungsstabs des Auswärtigen Amts

Am Donnerstagabend beschäftigte sich eine Podiumsdiskussion mit der „Kooperation zwischen europäischen und chinesischen Zivilgesellschaften - Auf der Suche nach Wegen“. Organisiert wurde die Veranstaltung von den Young China Watchers, einem internationalen Netzwerk junger China-Experten. Isabel Hilton, Andreas Fulda und Bertram Lang diskutierten über das neue Gesetz zur Regulierung der Tätigkeit von Nichtregierungsorganisationen in China und über Ideen für eine chinesisch-europäische Zusammenarbeit mittels Bürgerdiplomatie oder gemeinsame Medienprojekte.

Folgende Berichte entstanden im Rahmen des Talentprogramms:

Egmont Security Policy Brief by ECTP participants from the global governance cluster: Balazs Ujvari (24 May 2017), “The EU in the AIIB: taming China’s influence from within”, Egmont Policy Brief No. 84, May 2017.

Blogpost: How Europe can use the AIIB to influence China by Fleur Huijskens, Richard Tucsanyi and Balazs Ujvari, August 10, 2017.

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