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MERICS Podcast

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MERICS-Analysen zum Anhören: Das bietet der Podcast von MERICS. Wissenschaftler des MERICS besprechen und analysieren Entwicklungen und Ereignisse in China. Wie ist Chinas Haltung bei den internationalen Klimaverhandlungen einzuordnen? Wie macht sich die chinesische Regierung soziale Medien zunutze? In welchem Zustand befindet sich das politische System der Volksrepublik? In etwa zehnminütigen Interviews geht es um aktuelle und brisante Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Volksrepublik. Auch andere China-Experten sind regelmäßig bei MERICS-Experts zu Gast.

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Shazeda Ahmed über Chinas „gesellschaftliches Bonitätssystem” (MERICS Experts #41 / 15. September 2017)

Mit dem sogenannten gesellschaftlichen Bonitätssystem (Social Credit System) arbeitet China am Big-Data gestützten Aufbau eines Systems zur Überwachung, Bewertung und Regulierung des Verhaltens von Bürgern und Unternehmen. Wer sich an die Regeln hält soll belohnt, wer dagegen verstößt bestraft werden. Bereits 2020 soll das System Daten von jedem einzelnen Bürger in China sammeln. „Das gesellschaftliche Bonitätssystem wird als ein Mittel gesehen, um Menschen, Unternehmen, ganze Industrien und Behörden durch Überwachung zu ehrlichem Verhalten zu bewegen“, sagt Shazeda Ahmed, Doktorandin an der University of California in Berkeley, und von Mai bis August 2017 Visiting Academic Fellow am MERICS. Worum geht es der chinesischen Regierung bei der Errichtung dieses Systems? Was sind die größten Schwierigkeiten im Aufbau? Und: Was denken chinesische Bürger darüber? Shazeda Ahmed im Gespräch mit Claudia Wessling im neuen Merics Experts Podcast.

Carsten Holz: Was erreicht China mit Investitionen in tibetischen Regionen? (MERICS Experts #40 / 2. August 2017)

Die chinesische Regierung versucht mit Investitionen in Millionenhöhe die tibetischen Gebiete des Landes zu entwickeln. Was kann diese Politik in abgelegenen Regionen erreichen? Können staatliche Investitionen dort dauerhafte Arbeitsplätze schaffen? Der Ökonom Carsten Holz von der Hongkong University of Science and Technology hat viele Monate auf dem tibetischen Hochplateau im Westen der Provinz Sichuan verbracht und untersucht, wie sich die Politik Pekings auswirkt. Die Straßen haben sich verbessert, ebenso der Zugang zu Bildung, sagt er. Aber Reise-Beschränkungen, ungleiche Bezahlung und die starke Präsenz der Sicherheitskräfte sorgen weiter für Unzufriedenheit unter den einheimischen Tibeter. Peking schafft es nicht, sich in deren Herzen einzukaufen. Carsten Holz berichtet im neuen Merics Experts Podcast über seine Erfahrungen.

Karsten Sach: “Klimapolitik muss Kern der Wirtschafts- und Finanzpolitik werden” (MERICS Experts #39 / 14. Juli 2017)

Der angekündigte Rückzug der USA aus dem Pariser Abkommen ist ein Rückschlag für die internationale Klimapolitik, werde aber „den Prozess nicht aufhalten“, sagt Deutschlands Klima-Chefunterhändler Karsten Sach. Bei einer Konferenz in Berlin von MERICS, der European Climate Foundation und dem Mercator Research Institute for Global Commons and Climate Change (MCC), appellierte er an die internationale Gemeinschaft, Klimapolitik zum „Kern von Wirtschafts-, Entwicklungs- und Finanzpolitik“ zu machen, um das Ziel von Paris zu erreichen, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Über Klimapolitik in der Ära Trump, über Chinas neue Haltung und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit hat er auf der Konferenz mit Björn Conrad, Vize-Präsident Forschung bei MERICS gesprochen.

Barbara Finamore über US-Klimapolitik: “Trumps Macht ist nicht so groß wie viele denken” (MERICS Experts #38 / 10. Juli 2017)

Obwohl US-Präsident Trump den Rückzug Amerikas aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt hat, wollen viele US-Bürger, Bürgermeister und Unternehmen weiter dafür sorgen, dass die amerikanischen CO2-Emissionen wie geplant zurückgehen. „Trumps Macht ist nicht so groß wie viele denken“, sagt Barbara Finamore, Asien-Direktorin der amerikanischen Umweltschutzorganisation Natural Resources Defense Council (NRDC). Gleichwohl habe Trumps Ankündigung dem internationalen Ansehen Amerikas geschadet, so Finamore kürzlich in Berlin. Sie rief Deutschland und China dazu auf, jetzt Führungsrollen im Klimaschutz zu übernehmen. Claudia Wessling, Leiterin der Kommunikationsabteilung von MERICS, hat mit Finamore gesprochen – im Rahmen einer Klima-Konferenz, die MERICS gemeinsam mit der European Climate Foundation und dem Mercator Institute for Global Commons and Climate Change (MCC) veranstaltet hat.

Caio Koch-Weser: “Die mangelnde Bereitschaft der USA ist eine Schande” (MERICS Experts #37 / 7. Juli 2017)

Die G20-Staaten müssen rasch die Rahmenbedingungen für den Übergang zu einem Wirtschafts- und Finanzsystem mit niedrigen CO2-Emissionen schaffen. Das war der zentrale Appell von Caio Koch-Weser, Aufsichtsratsvorsitzender der European Climate Foundation. Zum Auftakt einer gemeinsamen Konferenz am 30. Juni  von  ECF,  Merics und dem Mercator Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) zur deutsch-chinesische Zusammenarbeit in der Klimapolitik rief Koch-Weser dazu auf, die Preisgestaltung für CO2 zu überarbeiten, Richtlinien für ein grünes Finanzsystem zu schaffen und beim Kampf gegen den Klimawandel die deutsch-chinesische  Zusammenarbeit staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen auszubauen.

Das 2013 gegründete Mercator Institute for China Studies (MERICS)mit Sitz in Berlin ist weltweit eines der größten Institute der gegenwartsbezogenen und praxisorientierten China-Forschung. MERICS ist eine Initiative der Stiftung Mercator.

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