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MERICS-Analysen zum Anhören: Das bietet der Podcast von MERICS. Wissenschaftler des MERICS besprechen und analysieren Entwicklungen und Ereignisse in China. Wie ist Chinas Haltung bei den internationalen Klimaverhandlungen einzuordnen? Wie macht sich die chinesische Regierung soziale Medien zunutze? In welchem Zustand befindet sich das politische System der Volksrepublik? In den Interviews geht es um aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Volksrepublik. Auch andere China-Experten sind regelmäßig bei MERICS-Experts zu Gast.

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Peter Gries: Wie denken Deutsche über China und warum? (Englisch)

Wie denken Deutsche über China und warum? Inwieweit unterscheiden sie sich dabei von ihren europäischen Nachbarn oder den USA? Darüber diskutiert Peter Hays Gries, Lee Kai Hung Chair und Direktor des Manchester China Institute an der Universität von Manchester und Professor für chinesische Politik, mit Kerstin Lohse-Friedrich, Leiterin Kommunikation am MERICS. Hören Sie die neueste Folge des MERICS Experts Podcasts (auf Englisch).

Chen Xiangming über den Schienengüterverkehr zwischen Europa und China

31. Oktober 2019

Ende Oktober erreichte der erste Güterzug aus der Kleinstadt Yiwu nahe Shanghai die belgische Stadt Lüttich. Seitdem der erste chinesische Güterzug sich 2011 in der südwestchinesischen Megastadt Chongqing auf den Weg nach Duisburg machte, hat der Warenaustausch auf der Schiene zwischen Europa und China stark zugenommen. Die Verbindungen und Strecken haben sich seitdem vervielfacht.

Der Güterverkehr zwischen China und Europa (China-Europe Freight Train, CEFT) ist Teil der chinesischen Infrastrukturinitiative „Neue Seidenstraße“ (Belt and Road Initiative, BRI) und der Go-West-Strategie des Landes. China erhofft sich davon unter anderem den Ausbau von Handelsrouten und Zugang zu neuen Märkten, verfolgt mit der Initiative aber auch geopolitische Ziele. Über die Möglichkeiten und Risiken der chinesisch-europäischen Frachtverbindung und ihren konkreten Auswirkungen auf Städte und Regionen entlang der Routen diskutiert Chen Xiangming, Professor am Trinity College in Hartford (Conneticut), mit Kerstin Lohse-Friedrich, Leiterin Kommunikation am MERICS. Hören Sie die neueste Folge des MERICS Experts Podcasts (auf Englisch).

Max Zenglein: „Noch ist das Wirtschaftswachstum im grünen Bereich“

24. Oktober 2019

Chinas Wirtschaft ist im dritten Quartal so langsam gewachsen wie seit 27 Jahren nicht mehr. Das Wirtschaftswachstum lag bei 6 Prozent, im bisherigen Jahresverlauf bei 6,2 Prozent. Handelskrieg, schwächelnde Binnenkonjunktur und eine steigende Verschuldung nennt Max Zenglein, Leiter des Programms Wirtschaft am MERICS, im Gespräch mit Kerstin Lohse-Friedrich als Gründe für Chinas nachlassendes Wirtschaftswachstum. Er und sein Team haben gerade wieder die aktuelle Ausgabe der MERICS Economic Indicators erstellt, die vier Mal im Jahr erscheint.

 

Abdul Abiad über den US-chinesischen Handelskonflikt und die Folgen für Asien (Englisch)

Die Wachstumsaussichten für viele asiatische Nachbarn Chinas sind getrübt. Die Gründe dafür sind das langsamere Wachstum in den führenden Industrieländern, der anhaltende Handelsstreit zwischen den USA und China und der Abwärtstrend in der globalen Elektroindustrie. Wie stark wird das Wachstum in Asien zurückgehen? In welche Richtung wird sich der Handelsstreit entwickeln und welche Auswirkungen hat er auf die Region? Darüber spricht Claudia Wessling, Leiterin Publikationen am MERICS, mit Abdul Abiad, Direktor der Abteilung für Makroökonomie bei der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) in Manila. In Berlin präsentierte Abiad einen neuen Bericht der ADB zur Wirtschaftslage in Asien und den Auswirkungen des Handelskonflikts in der Region und darüber hinaus.

Gregory Chin: “Die AIIB ist mehr als eine reine China-Geschichte“ (Englisch)

Die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) finanziert öffentliche und private Projekte in Asien und darüber hinaus. Als die Bank im Januar 2016 mit 57 Mitgliedsländern – darunter auch Deutschland – gegründet wurde, argumentierten Beobachter, dass die Institutionvon China dominiert und kein gutes Beispiel für Multilateralismus abgegeben werde. Erstmals hatte China eine Multilaterale Development Bank gegründet, mit Peking im Mittelpunkt, das die Agenda bestimmt, die Prioritäten definiert und die Regeln setzt.

Fast fünf Jahre später hat sich die AIIB viel schneller und weiter entwickelt, als viele erwartet hätten, und zählt bereits 100 Mitglieder. Gregory Chin, Associate Professor an der der York University (Kanada) und ehemaliger kanadische Diplomat spricht mit Kerstin Lohse-Friedrich über die AIIB, potentielle weitere Mitglieder und Chinas Prioritäten.

MERICS China Dispute: 70 Jahre Volksrepublik China

1. Oktober 2019

Am 26. September lud MERICS zu einem China Dispute anlässlich des 70. Jahrestags der Volksrepublik China. Führende Experten aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden und Kanada diskutierten die Frage: Kann die KPC nach 70 Jahren Herrschaft und angesichts großer innen- und außenpolitischer Herausforderungen den von ihr propagierten „China-Traum“ realisieren, und eine gerechte und gleichere Gesellschaft zu schaffen und den Gesellschaftsvertrag zwischen Führung und Volk wiederherstellen?

Kristin Shi-Kupfer, Leiterin des Forschungsbereichs Politik, Gesellschaft und Medien am MERICS, moderierte die Debatte mit  Sarah Eaton (Professorin am Institute for Asian and African Studies an der Humboldt Universität, Berlin) Christian Göbel (Professor für Moderne Sinologie an der Universität Wien), Andreas Møller Mulvad (Assistant Professor an der Copenhagen Business School) und MERICS Direktor Frank N. Pieke.

Zu Beginn des Abends interviewte Kristin Shi-Kupfer den MERICS-Experten Nis Grünberg zum aktuellen MERICS China Monitor über das Verhältnis von Partei und Staat in China.

Hören Sie sich den gekürzten Mitschnitt der Diskussion (auf Englisch) in der Reihe MERICS Experts Podcast an.

Adnan Aamir über die Neue Seidenstraße in Pakistan (Englisch)

25. September 2019

Der Pakistan China Economic Corridor gilt als Vorzeige-Projekt von Chinas Infrastrukturinitiative Neue Seidenstraße. "Fünf Jahre nach Beginn liegen die Ergebnisse aber weit hinter den Erwartungen", sagt Adnan Aamir, Journalist und Gründer des Online-Mediums Balochistan Voices. Die Beteiligung Pakistans an der BRI hat bislang weder die Energieversorgung wesentlich verbessert, noch neue Industrien, Arbeitsplätze oder Aufträge für heimische Unternehmen geschaffen. Die seit August 2018 amtierende, neue pakistanische Regierung hinterfragt die weitreichenden Zugeständnisse an China im Rahmen der BRI. Hören sie Adnan Amir im Interview mit Claudia Wessling, Leiterin Publikationen am MERICS, in der neuesten Ausgabe des MERICS Experts Podcasts.

Mikko Huotari zu Merkels China-Reise

2. September 2019

Vom 5. bis 7. September besucht Bundeskanzlerin Angela Merkel zum 12. Mal in ihrer Amtszeit China. Sie wird dort u.a. zu Gesprächen mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang zusammentreffen. Angesichts der anhaltenden Proteste in Hongkong und dem Handelsstreit zwischen China und den USA fällt die Reise in eine für Beijing äußerst angespannte Zeit. Und auch zwischen Deutschland und China sind Misstöne zu vernehmen. Wie ordnet sich der Besuch in diesen Kontext ein? Darüber spricht Kerstin Lohse-Friedrich, Leiterin Kommunikation, mit Mikko Huotari, dem stellvertretenden Direktor des Mercator Instituts für China-Studien (MERICS).

Henning Harnisch zur Basketball-WM in China

30. August 2019

Erstmals findet die Basketball-Weltmeisterschaft – vom 31. August bis 15. September – in China statt. Mit geschätzt 400 Millionen Anhängern gehört der schnelle Ballsport zu den populärsten Sportarten in der Volksrepublik. Wenige Tage vor Beginn der Basketball-WM diskutierte Claudia Wessling, Leiterin des Bereichs Publikationen bei MERICS in der China Lounge mit Henning Harnisch über seine Erfahrungen in und mit China. Harnisch, ehemals selbst WM-Teilnehmer und heute Vizepräsident beim Basketballverein ALBA Berlin, weiß aus eigener Erfahrung, wie Verständigung mit China über den Sport funktioniert. Seit 2012 reiste Harnisch zahlreiche Male in die Volksrepublik, baute ALBAs deutsch-chinesisches Basketballprogramm, vor allem im Graswurzel- und Bildungsbereich, maßgeblich mit auf und brachte Deutsche und Chinesen über den Sport in Kontakt.

Ein Interview mit Henning Harnisch ist im Magazin Auf Ruhr der Stiftung Mercator erschienen.

Max Zenglein: „Es ist irreparabler Schaden für den Finanzplatz Hongkong entstanden“

23. August 2019

Seit dem 9. Juni gehen in Hongkong immer wieder Hunderttausende Menschen auf die Straße. Am vergangenen Wochenende waren es 1,7 Millionen Demonstranten aus allen Teilen der Gesellschaft. Peking schwankt in seiner Haltung zwischen Hilflosigkeit und Drohgebärden. Dazu zählt auch, dass sich der Ton gegenüber ausländischen Unternehmen verschärft hat. Die chinesische Führung versucht auf diese Weise, Mitarbeiter von weiteren Demonstrationen abzuhalten. 

Kerstin Lohse-Friedrich spricht mit Max Zenglein, Leiter des Programms Wirtschaft am MERICS, über die Folgen der aktuellen Entwicklungen in Hongkong für den Finanzplatz. Es sei irreparabler Schaden entstanden, warnt Max Zenglein und verweist exemplarisch auf den Umgang Chinas mit Unternehmen wie Cathay Pacific. Die zunehmende Politisierung der Wirtschaft sende ein Signal weiter über Hongkong hinaus. Chinesische Unternehmen würden unter der wachsenden Bedeutungslosigkeit Hongkongs als globaler Finanzplatz weit mehr leiden als ausländische, prophezeit Zenglein.