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MERICS-Analysen zum Anhören: Das bietet der Podcast von MERICS. Wissenschaftler des MERICS besprechen und analysieren Entwicklungen und Ereignisse in China. Wie ist Chinas Haltung bei den internationalen Klimaverhandlungen einzuordnen? Wie macht sich die chinesische Regierung soziale Medien zunutze? In welchem Zustand befindet sich das politische System der Volksrepublik? In etwa zehnminütigen Interviews geht es um aktuelle und brisante Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der Volksrepublik. Auch andere China-Experten sind regelmäßig bei MERICS-Experts zu Gast.

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MERICS China Dispute: China - Die neue Supermacht?

29. Januar 2018

Längst ist die Volksrepublik China für die USA und Westeuropa zu einem ernsthaften wirtschaftlichen Konkurrenten geworden. Auch politisch geht China unter Präsident Xi Jinping mehr und mehr in die Offensive und gewinnt im Nahen Osten, in Afrika und Asien deutlich an Einfluss. Wie geht China mit seiner wachsenden Stärke um? Muss der Westen den Konkurrenten aus Asien fürchten, oder ergeben sich neue Perspektiven für die Zusammenarbeit? Diese Fragen diskutierte Dietmar Ringel vom rbb Inforadio am 25. Januar bei einem gemeinsamen Forum mit MERICS vor rund 130 Gästen mit Petra Sigmund, Beauftrage für Ost und Südostasien im Auswärtigen Amt, Reinhard Bütikofer von den Grünen und Vize-Vorsitzender der China-Delegation des Europäischen Parlaments, Professor Zhang Junhua von der Jiaotong University in Shanghai und Jan Gaspers, Leiter der European China Policy Unit bei  MERICS. Hören Sie die Diskussion im neuen Merics Experts Podcast.

Ian Johnson über Religion und Werte in China

4. Januar 2018

Religionsgemeinschaften erleben in China einen wahren Boom. Viele Menschen suchten Halt und Orientierung, argumentiert der Journalist und Pulitzer-Preisträger Ian Johnson in seinem neuen Buch „The Souls of China“. Jahrelang hat er dafür recherchiert und viel Zeit bei Christen, Buddhisten und Anhängern daoistischer Volksreligionen verbracht. Warum Religion ein Schlüssel zum Verständnis Chinas ist und warum unter Staatschef Xi Jinping einige Glaubensgemeinschaften stärker kontrolliert, andere aber staatlich gefördert werden, darüber hat Johnson am 14. Dezember bei der MERICS China Lounge gesprochen – und Moderatorin Claudia Wessling verraten, warum er selbst lieber Kampfsport betreibt statt zu meditieren. Hören Sie eine gekürzte Fassung der Veranstaltung im MERICS Experts Podcast.

Akio Takahara: “Xi Jinping ist ein Mann der Tat“

15. Dezember 2017

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat auf dem 19. Parteitag der KP eine „neue Ära“ proklamiert. China werde neue Weltmacht werden und sei bereit, eine zentrale internationale Rolle einzunehmen, sagte er. Was steckt hinter diesen Ankündigungen?  Macht sich China das Führungsvakuum zunutze, dass durch den Rückzug der USA von der internationalen Bühne entstanden ist? „Xi Jinping ist ein Mann der Tat“, sagt Akio Takahara von der Tokyo University, aber seine außenpolitische Bilanz sei durchwachsen. Akio Takahara spricht im Merics Experts Podcast über Xi Jinping, Rivalitäten in der asiatisch-pazifischen Region und warum China Nordkorea nicht fallen lassen würde. 

David Shambaugh und Willy Lam über den 19. Parteitag

19. Oktober 2017

Der 19. Parteitag der KPC ist eine „Xi Jinping Show” und Chinas politisches System hat unter Xi viel an Flexibilität verloren. So urteilt David Shambaugh von der George Washington University in Washington D.C. Der bekannte China-Experte war kurz vor dem 19. Parteitag in Berlin; zusammen mit Willy Lam von der Chinese University of Hong Kong diskutierte er über China unter Xi. Lam war ähnlich nüchtern in seiner Analyse, warnte aber davor die Fähigkeit der KPC zu unterschätzen, sich „durchzuwurschteln“. Die Robert-Bosch-Stiftung und Merics hatten gemeinsam zu der  Diskussion der beiden China-Experten geladen; moderiert wurde die Veranstaltung am 28. September von Merics-Forscherin Kristin Shi-Kupfer. Hören Sie eine gekürzte Fassung der Veranstaltung in unserem neuesten Merics Experts Podcast.

Willy Lam: „Xi Jinping hat von Donald Trump enorm profitiert”

17. Oktober 2017

Beim 19. Parteitag der Kommunistischen Partei China diese Woche in Peking geht es um Personalentscheidungen in der Führungsspitze. Aber der Parteitag stellt auch wichtige Weichen für Chinas internationale Rolle. Unter Parteichef Xi Jinping tritt China deutlich aktiver und selbstbewusster auf der internationalen Bühne auf. „Xi Jinping hat enorm von dem globalen Führungsvakuum seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump profitiert“, sagt Professor Willy Lam von der Chinese University of Hongkong. Aber, warnt Lam im Merics Experts Podcast, Beijing muss sein „Soft-Power-Defizit“ angehen und internationale Regeln akzeptieren, andernfalls könne es seine neuen globalen Ambitionen nicht realisieren.  

Sebastian Heilmann zum 19. Parteitag der KPC: „China sieht sich auf der Gewinnerstraße“

16. Oktober 2017

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat die Kommunistische Partei fest im Griff. Auf dem 19. Parteitag der KPC wird er sich als der starke Mann Chinas feiern und für eine zweite Amtszeit bestätigen lassen. Schon in den ersten fünf Jahren an der Spitze der KPC hat Xi die Macht zentralisiert und dafür gesorgt, dass das Ein-Parteien-System stabilisiert wurde. Aktiv nutzt die KPC dabei unter seiner Führung neue Technologien, Big Data und die digitale Transformation. China versuche damit, einen „perfekten Überwachungsstaat“ aufzubauen, der den Gesellschaften westlicher Prägung überlegen ist, sagt Merics-Direktor Sebastian Heilmann. Auch international wähnt sich China derzeit auf „der Gewinnerstraße“, so Heilmann im neuen Merics Experts Podcast.

Kristin Shi-Kupfer über Pluralismus in China trotz Zensur und Propaganda

5. Oktober 2017

Vor dem 19. Parteitag am 18. Oktober versucht die chinesische Kommunistische Partei mit aller Macht das Land auf Linie zu bringen. Doch trotz jahrelanger massiver Zensur und parteistaatlicher Durchdringung der sozialen Medien sind die öffentlichen Diskussionen über die politische Ausrichtung der Volksrepublik nicht völlig verstummt. Im neuen Merics Experts Podcast berichtet Kristin Shi-Kupfer, Leiterin des Forschungsbereichs Politik, Gesellschaft und Medien, von ihrer neuen Studie über das politische Meinungsspektrum in China und die Versuche der KPC, die Bürger ideologisch stärker an sich zu binden.

Carsten Cramer über den BVB in China und chinesische Fußballträume

29. September 2017

China hat große Fußballträume und steckt viel Geld und Energie in die Entwicklung des Sports. Dabei hilft, dass auch Bundesligavereine China längst als Markt entdeckt haben. Top-Clubs wie Bayern München und der BVB Dortmund spielen regelmäßig im Reich der Mitte und haben dort eigene Büros eröffnet. Was bringt die  deutsch-chinesische Zusammenarbeit? Warum geht etwa der BVB eine Partnerschaft mit einem chinesischen Club ein? Darüber hat Kristin Shi-Kupfer vom MERICS am 5. September bei der MERICS China Lounge mit Carsten Cramer, Marketing-Direktor des BVB gesprochen. Eine gekürzte Fassung der Veranstaltung hören Sie im neuen MERICS Experts Podcast.

Shazeda Ahmed über Chinas „gesellschaftliches Bonitätssystem”

28. September 2017

Mit dem sogenannten gesellschaftlichen Bonitätssystem (Social Credit System) arbeitet China am Big-Data gestützten Aufbau eines Systems zur Überwachung, Bewertung und Regulierung des Verhaltens von Bürgern und Unternehmen. Wer sich an die Regeln hält soll belohnt, wer dagegen verstößt bestraft werden. Bereits 2020 soll das System Daten von jedem einzelnen Bürger in China sammeln. „Das gesellschaftliche Bonitätssystem wird als ein Mittel gesehen, um Menschen, Unternehmen, ganze Industrien und Behörden durch Überwachung zu ehrlichem Verhalten zu bewegen“, sagt Shazeda Ahmed, Doktorandin an der University of California in Berkeley, und von Mai bis August 2017 Visiting Academic Fellow am MERICS. Worum geht es der chinesischen Regierung bei der Errichtung dieses Systems? Was sind die größten Schwierigkeiten im Aufbau? Und: Was denken chinesische Bürger darüber? Shazeda Ahmed im Gespräch mit Claudia Wessling im neuen Merics Experts Podcast.

Carsten Holz: Was erreicht China mit Investitionen in tibetischen Regionen?

02. August 2017

Die chinesische Regierung versucht mit Investitionen in Millionenhöhe die tibetischen Gebiete des Landes zu entwickeln. Was kann diese Politik in abgelegenen Regionen erreichen? Können staatliche Investitionen dort dauerhafte Arbeitsplätze schaffen? Der Ökonom Carsten Holz von der Hongkong University of Science and Technology hat viele Monate auf dem tibetischen Hochplateau im Westen der Provinz Sichuan verbracht und untersucht, wie sich die Politik Pekings auswirkt. Die Straßen haben sich verbessert, ebenso der Zugang zu Bildung, sagt er. Aber Reise-Beschränkungen, ungleiche Bezahlung und die starke Präsenz der Sicherheitskräfte sorgen weiter für Unzufriedenheit unter den einheimischen Tibeter. Peking schafft es nicht, sich in deren Herzen einzukaufen. Carsten Holz berichtet im neuen Merics Experts Podcast über seine Erfahrungen.